Splitterbrötchen (DXVI)

Große Freude, als ich die Mutter aller Kühlschrankmagnete meiner bescheidenen Sammlung hinzufügen konnte.

Die Mutter aller Kühlschrankmagneten

Nachdem ich mein langjähriges Office-Messer (eigentlich ein zweckentfremdetes Steak-Messer von WMF) verdaddelt habe musste ein neues her. Nach erstaunlich wenig hin und her wurde es ein Opinel Intempora.

Officemessr Opinel Intempora

Liegt absolut perfekt in der Hand. hat die korrekte Größe und eine typische Opinel-Klinge: scharf, schnitthaltig und leicht wieder zu schärfen. Und sehr preiswert (um die 20 Euro, ich hab ein Sonderangebot für 10 geschossen) ist das Teil auch noch. Dicke Empfehlung, bin begeistert.

Der kulinarische Wochenhöhepunkt kam allerdings nicht aus der eigenen Küche sondern wurde beim neuerlichen Besuch der Dürerstuben auf den Tisch gestellt: lecker Cordon Bleu mit Bratkartoffeln.

Cordon Bleu in den Dürerstuben

Die Bratkartoffeln hätten ruhig etwas knuspriger sein können, aber das Cordon Bleu war perfekt gemacht. Wär es vom Kalb gewesen (Schwein war’s), wär’s in die Referenzklasse aufgestiegen.

Kühlschrankmagnet, Küchenmesser, Cordon Bleu… ja, hat denn der Mann nix als Fressen im Kopf? Doch, durchaus. Dieses wunderbare, von Frau Kaltmamsell empfohlene Video erklärt Ursachen, Wirkungen und Zusammenhänge.

Übermäßiges Lachen und Gestikulieren, das ständige Ansprechen eines unsichtbaren Publikums und das zwanghafte Ankündigen von allem, was manunmittelbar zu tun beabsichtigt – all das sind Symptome einer schweren Rachitis.

Menschen, die allein gar nichts zuwege bringen, erwarten sehr oft, das andere alles für sie erledigen. Ist ja auch logisch.

Freundschaften und Feindschaften haben eines gemeinsam: Zu ihrer Aufrechterhaltung ist die kontinuierliche Zusammenarbeit aller beteiligten Parteien notwendig.

Und abschließend prophezeie ich mal einen viralen youtube-Trend für die kommenden Wahlkampfmonate. Ich hab das Remake genommen, weil ich einen vergleichbaren Zusammenschnitt für das Original nicht gefunden habe.

 

 

 

Splitterbrötchen (DXVI)

Kultureller Höhepunkt der Woche war der irische Abend im Amarcord, den ich gemeinsam mit Harald Effenberg, Rob Crouch und Emile  veranstaltet habe. Der Laden war voll, der Laden hat gebrummt, und dem Publikum haben sowohl Haralds Witze als auch die Passagen, die ich aus Spike Milligans „Puckoon“ gelesen haben, gefallen. Wir müssen das zeitnah wiederholen.

Knödel-Gröstl

Der kulinarische Wochenhöhepunkt: die letzten von den Gänsen übrig gebliebenen Klöße dem Kälteschlaf entrissen, aufgebraten und mit Zwiebel, Speck und Ei vollendet. Immer wieder ein Hochgenuss.

Gerade für solche Gerichte (und z. B. zum Mischen von Pasta und Sauce) ist der Wok das ideale Küchengeschirr.

Wenn Fake News gerichtlich verfolgt werden, was wird dann aus der Regenbogenpresse?

Die Herren Effenberg und Kurbjuhn bei der Arbeit.

 

Splitterbrötchen (DXV)

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Ja, wir waren mal wieder in Paris, in unserem Lieblingsviertel „Butte-aux-Cailles„, dass ich nach wie vor jedem Paris-Besucher ans Herz lege: für Paris extrem moderate Preise, ein junges, künstlerisch orientiertes Publikum und eine einmalige Atmosphäre, „als würde gleich der junge Jean Gabin um die Ecke kommen“, hab ich mal geschrieben, glaube ich. Die Menetekel der Gentrifizierung lassen sich aber leider nicht mehr übersehen: Die Zahl der Immobilien-Agenturen nimmt von Jahr zu Jahr zu, die Preise für Miet- und Eigentumswohnungen sind ins Astronomische gestiegen und in den Seitenstraßen finden sich vermehrt Neubauten mit runtergelassenen Sicherheits-Rollos und Stahltoren.

Die beste, geduldigste Gemahlin von allen und ich halten sehr auf Traditionen. Bei jedem Paris-Besuch suchen wir deshalb an unserem Hochzeitstag das Traditionslokal „La Coupole“ auf, nehmen dort Platz, wo die von uns verehrten Künstler vorher Platz genommen haben, trinken das ein oder andere Gläschen Champagner und freuen uns.

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Kulinarischer Wochenhöhepunkt war Stockfisch mit baskischer Sauce im nach wie vor hinreißenden Chez Gladines. Mindestens ebenso gut war der Couscous Royal  im Traditionsbetrieb „L’Esperance“ (Bistro, Hotel und Restaurant seit 1962, nein, es gibt keine Website, ich glaube nicht, dass sie in diesem beseligten Lokal überhaupt wissen, was das ist), begleitet von einer Flasche wunderbar süffigen algerischen Rotweins.

Eine Information aus der Facebook-Timeline, die mich zutiefst verstörte: „Es gibt Akku-Staubsauger, die auch wischen können.“

Sehr gut die englisch bestickten Fan-Schals von Paris Saint-Germain: „Dream bigger, cook better“.

Übrigens gönne ich mir im La Coupole noch ein weiteres, persönliches Paris-Highlight und suche die Herrentoilette auf. Während der Erleichterung denke ich dort dann weltmännisch und beschwingt: „Tja, hier hat auch Sartre schon zum Schniedel gegriffen.“

Kühlschrankmagnete

Auch meinem neuen Hobby, dem Sammeln geschmackloser Kühlschrankmagneten, konnte ich in Paris fröhnen.

Von Frankreich nach Irland: Kommenden Freitag veranstalten mein lieber Freund Harald Effenberg und ich einen irischen Abend im Amarcord. Um 20 Uhr geht’s los, der Eintritt ist frei.

Splitterbrötchen (DXIV)

Der Unterschied zwischen „wichtig“ und „tun“ liegt darin, dass ausgerechnet die Wichtigtuer nie irgendwas tun.

Am Stuttgarter Platz in ein Taxi gestiegen. Der Fahrer sprach schwäbisch.  Will jemand den offensichtlichen Zusammenahng leugnen?

Auch in der letzten Woche hielt ich unbeirrt am Internationalismus fest und erwarb in einem deutschen Heimwerkermarkt eine in Österreich gefertigte Handbrause namens „Bali“.

Radio 100 hat wieder gesendet, aus dem Foyer des Columbia-Theaters. Ich durfte ein paar Minuten lang bei den netten Damen von Eldoradio sitzen, und erzählen, wie das vor bald dreißig Jahren war, als Helge Schneider zu Besuch bei Zitty-Radio war.

Kulinarischer Wochenhöhepunkt war ein Besuch der Dürerstuben, um die Ecke am Dürerplatz. vor über einem Jahr haben die Wirtsleute gewechselt, und wir hatten noch nicht unsere Aufwartung gemacht. Was sich als durchaus unverzeihlich erwies: hier gibt’s hervorragende Retro-Küche. Ich genoss einen üppigen Grillteller plus den ersten Bananasplit seit mindestens zwanzig Jahren. Das war RICHTIG gut.

Banana-Split in den Dürerstuben

Aus gegebenem Anlass wiederhole ich meine Ankündigung: Am 17. März ab 20 Uhr verwandeln Harald Effenberg und ich die Winebar Amarcord in der Handjerystr. 55 in einen Irish Pub und sorgen für 2 Stunden Craic: Geschichten, Witze und Lieder aus irischen Gasthäusern. Für die musikalische Begleitung konnten wir Rob Crouch gewinnen. A splendid time is guaranteed for all!

 

Splitterbrötchen (DXIII)

Erinnert sich noch jemand an „Zitty-Radio“? Ihr Samstagmorgen-frisches Radiomagazin aus West-Berlin? Erst auf hör1 und dann bei Radio100? Vermutlich nicht. Unsere Hörerzahl war durchaus überschaubar, und von denen, die die Sendung damals gemacht haben, bin ich scheinbar der einzige, der sich erinnern will. Wie dem auch sei, am kommenden Sonnabend erzähl ich was vom West-Berliner Radio-Kriech. Im Columbia-Theater und „on air“.

Wider Erwarten scheint der stoische Makkaroni doch zu wissen, was er tut. Wir stehen kurz vor „Caro Carlo“.

Ein Wort zu der allgegenwärtigen Dümmlichkeit „Mit solchen Spielern werde ja sogar ich Meister.“ Haargenau nicht. Ein durchschnittlicher (oder schlechter) Anführer zieht die Mitglieder einer Gruppe auf sein Niveau herunter, der umgekehrte Weg funktioniert nicht.

Der neunzehnjährige Kevin isst seinen ersten Pfirsich: „Der Apfel schmeckt nach Eistee.“ (Facebook-Brüller der Woche)

Lese-Empfehlung für Menschen, die meine Begeisterung für den Algonquin Round Table teilen:  die Dorothy-Parker-Romane von Ellen Meister. Mrs. Meister trifft in „Dorothy Parker drank here“ und „Farewell, Dorothy Parker“ den Sound von Mrs. Parker mit erstaunlicher Präzision. Und Groucho Marx hat sie auch prima hingekriegt, die Bücher machen großen Spaß, sind allerdings nur auf englisch zu haben.

Und heute Nacht drücken wir alle die Daumen für „La La Land“, ja?

„Here’s to the mess we make!“

Vorankündigung: Am 17, März – St. Patrick’s Day, werde ich auch wieder eine mess maken, und zwar in meiner derzeitigem Stammtränke, dem Amarcord, ab 20 Uhr einen irischen Abend mit Geschichten, Witzen und ein wenig Gesang veranstalten. Da ich den Titel des Abends dauernd ändere, heißt er derzeit „Irischer Abend, dessen Titel dauernd geändert wird“. Nee, ich mach das nicht alleion, ich hab Gäste eingeladen, u. a. meinen lieben Freund Harald Effenberg.

 

Splitterbrötchen (DXII)

Der kulturelle Wochenhöhepunkt war die Überraschung des Jahres: „La La Land“. Ich hatte mit überschätztem Hype gerechnet, und sah dann ein wunderbar originelles Musical, als wären Walt Disneys Farbtuben im Kopf von Vincente Minelli explodiert und der gemeinsame Sohn von Cole Porter und Burt Bacharach hätte die lässige Musik dazu komponiert. Seit dem Kinobesuch streame ich den Soundtrack in Endlosschleife, die Blu-ray ist vorbestellt und ich erwäge, zum ersten Mal seit vielen Jahren die Oscar-Nacht durchzuwachen. Irgendwer muss ja schließlich darauf achten, dass dieser wundervolle Film so richtig abräumt.

Dank der Großzügigkeit und des Geschmacks der besten, geduldigsten Gemahlin von allen kann ich weiterhin top-modisch gekleidet vor die Kameras treten.

Die ganze Welt regt sich darüber auf, was Donald Trump so alles in die Gegend redet. Sollten wir nicht eher beunruhigt sein wegen der Dinge, die er verschweigt?

Jedes Jahr am 14. Februar gedenken die geduldigste Gemahlin von allen und ich des größten Münchner Humoristen aller Zeiten. Dieses Jahr fand unser Valentinstags-Dinner im „Paris-Saigon“ statt. Das Foto zeigt die postfaktische Ansicht von Steak Frites mit Haricots Verts und Sauce Béarnaise.

Gerade fällt mir auf: Dass „La La Land“ mir so gefällt ist alles, nur keine Überraschung, wie ich oben fakete. Auch mein liebstes Bühnen-Musical spielt in Los Angeles vor einem Showbiz-Hintergrund und hat einen Jazz-Score. Wer dieses Musical in den Kommentaren errät, den lade ich hier in Berlin zum Impuls-Apéro ein (evtl. Reisekosten NOT included).

Splitterbrötchen (DXI)

Wir sind ein Volk. Leider.

„Germany’s Next Top Model ist eine andere Möglichkeit, in Deutschland erfolgreich zu werden als auf dem Bildungsweg.“ Ja. Doch. Auch.

The goddamn liars from the press won’t concede that there are only 49 shades of grey. So sad!

Was mein Vater über den Krieg erzählte – Fake News.
Was Eltern und Lehrer über den dreckigen Pfennig im Cola-Glas erzählten – Fake News.
Was John F. Kennedy über den Vietnamkrieg erzählte („Polizeiaktion“) – Fake News.
„Das Leben im Stadion ist bei sonnigem Wetter sehr angenehm!“ (Bruno Heck, CDU über die Zustände in Chile nach dem Militärputsch) – Fake News.
„Diese Mannschaft ist auf Jahre hinaus unschlagbar.“ – Fake News.
Rindfleisch bringt uns alle um – Fake News.
Eine Kurze, wortwörtlich in Sekundenschnelle zusammengestellte Auswahl. Warum ist Fake News, bitte, plötzlich so eine wichtige Sau, dass sie täglich durchs Dorf gejagt werden muss?

Splitterbrötchen (DX)

Die Woche strotzte vor kulinarischen Höhepunkten: Schmantschinken im „Marjellchen„, Lammkoteletts im „Mare Monte“ und die Schnittchenplatte in der Stadtklause. Ja, War ordentlich was los die Tage.

Alle Welt regt sich über Trumps lügende Berater auf. Als ob hierzulande alle stets die Wahrheit sagen.

Ich könnte jetzt noch zwei, drei nunmalkluge Sachen aufschreiben, gucke aber lieber „Kitchen Impossible“.

 

Splitterbrötchen (DIX)

Das hatte sich der einstmals als Schönwetterspieler gefürchtete Herzog-Anderl schön ausgedacht: Auf dem Weg nach Schwechat schnell noch bei Methaphorik & Sohn im III. Bezirk vorbeischauen, sich ein paar ausgesuchter Worthülserl mitgeben lassen und die dann in München beim Doppelpass geschickt platzieren. Doch dann rüttelte Boris Becker nebenan bei Eurosport dermaßen heftig an allen Phrasenschweinen, dass sogar der tückische Nadal ins Wanken geriet.

Den Freunden von „Alter-Sack-kann-es-noch“-Filmen empfehle ich dringen der Besuch von „Kundschafter des Friedens“. Wat ham wer jelacht, vor allen Dingen über olle Gwisdek, der einen ganz prachtvollen Zausel hinlegt.

Teile der Kundschafter-Optik zitieren die berühmten „Mannix“-Splitscreens. Wie der Zufall es wollte, ist diese Woche Mannix-Darsteller Mike Connors gestorben. Über 90 ist er geworden.

Das Comeback der Woche gelang dem ausgestorben geglaubten Genre des Agitpop-Polit-Ironie-Dingenskirchens. Danke, Schulzenbrothers! Und Glückauf!

Politiker und Journalisten, die Trump auf das Klischee des tumben Bully reduzieren, sind auf ihn hereingefallen. Haargenau das möchte er ja, das man ihn weiterhin für diesen tumben Bully hält und ihn weiterhin unterschätzt.

Splitterbrötchen (DVIII)

Weiterer Schritt auf dem Weg zur kompletten Vergreisung: Wahlunterlagen für die Seniorenvertretung Tempelhof/Schöneberg erhalten-

Da ich bei beinahe jeder Folge vor dem Fernseher einschlafe, lässt es sich nicht länger leugnen: Das Dschungelcamp ist in einer ernsten Krise. Die einstige Frechheit und Respektlosigkeit haben sich sind in Mutlosigkeit und Routine erstarrt. Im Prinzip können nur noch die Effenbergs helfen.

Kulinarisches Wochenhighlight: Podersdorfer Kellerfleisch. Ordentlich durchwachsenes Schweinefleisch sechs Stunden lang bei hundert Grad mit Zwiebeln, Knoblauch und Wein im Ofen geschmort.

Nicht fotografiert: Die „Birne Helene“, die es zum Nachtisch gab. Wunderbares Dessert.

Viele Kommentatoren versuchen immer noch, Trump als eine ARt Betriebsunfall der Geschichte darzustellen. Der Unfall hat aber deutlich vor Trump stattgefunden.

 

Kommentare und Kochrezepte zum Zeitgeschehen