Splitterbrötchen (LI)

„Kriminaldauerdienst“ im ZDF ist in der Tat das Wunder einer deutschen Serie. Auch und gerade besteht das Wunder darin, wie Regie und Darsteller über den sozialdemokratischen Spirit der Bücher triumphieren.

Geschichten stehen für sich selbst. Sie werden nicht besser, wenn sie belehren.

Warum fällt es vielen Menschen so schwer, einfach auf Fragen zu antwörten? „Ich weiß es nicht.“ ist besser als Schweigen.

Empfehlung an unerfahrene Theaterbesucher: Lasst euch nicht reinlegen. Zählt immer nach, wenn ihr in Stücke geht, die „Drei Schwestern“ o.ä. heißen. Zwei Schwestern sind nicht genug.

Warum denke ich immer an Walt Disney’s spannende Taschenbücher, wenn ich einen Namen wie „Gundula Gause“ höre?

Wenn man in der Lage ist, die richtigen Prioritäten zu setzen, wird plötzlich alles unwichtig. Alles außer Fußball.

Wo beschwert man sich eigentlich, wenn man keine „Einkauf aktuell“ bekommen hat? Und kann man Ausgaben nachbestellen, die man verpasst hat?

Turnierzeit ist die schönste Zeit.

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Hochtief

Was mich wirklich interessieren würde, liebe SPOnner, ist das

Am 5. Juni 2003 nahm sich der FDP-Politiker Jürgen W. Möllemann mit einem Sprung aus 4000 Metern Höhe das Leben. Es war der Tiefpunkt eines Politdramas…

wirklich Absicht oder hattet ihr Bastian Sick gerade zum Bierholen in den Keller geschickt, als ihr das rausgehauen habt?

[tags]SPIEGEL Online, Möllemann, Deppendeutsch, Ungeheuer![/tags]

Gijón reloaded

Hör ma, Ösi-Teamchef Hickersberger,
war das wirklich dein Ernst, was du bei SPOn gesagt hast?

…da ich die deutsche Mannschaft viel besser kenne als zum Beispiel die kroatische oder die polnische. Darum freue ich mich besonders auf dieses Duell. Aber ich hoffe, dass es in dieser Partie für beide Teams um nichts mehr geht, da sie sich schon für das Viertelfinale qualifiziert haben.

Das hatten wir doch schon mal. Immerhin, gut zu wissen, wohin der österreichische Fußball sich im kommenden Turnier orientiert.

[tags]EM 2008, Fußball, Österreich, Deutschland, Gijón, Schande, Ungeheuer![/tags]

Die Welt wie sie Effjott gefällt

„Komm auf den Punkt, Junge!“ war – dem Vernehmen nach – das Credo Peter Boenischs, und ganz in seinem Sinne hauen Sie heute ohne Umschweife auf olle Mehdorn und seine trauerunfähigen Schergen ein:

Liebe Eschede-Hinterbliebene,
ich frage mich, warum gestern um 10.58 Uhr nicht alle Züge in Deutschland hielten – für eine Minute. Kein Zug hielt. Selbst in Eschede hielt kein Zug.

Rätselhafterweise schreiben Ihre eigenen Kollegen nur ein paar Druckspalten später:

Vor der Gedenkfeier versammelten sich Überlebende und Hinterbliebene des ICE-Unglücks genau um 10.58 Uhr – dem Unglückszeitpunkt – an der Gedenkstätte neben der Bahntrasse zu mehreren Schweigeminuten. Der Zugverkehr wurde vorübergehend unterbrochen.

Mensch, Effjott, was ist denn in der BILD los? Läuft da ein Grabenkrieg gegen Sie? Sind Sie – von allen Informationen abgeschnitten – allein in der Redaktion, in einem einsamen Büro ohne Internetz und Telefon und müssen das Weltgeschehen erst erraten, bevor Sie es kommentieren?
Wie? Dass machen Sie seit über 40 Jahren so? Schulldigung. Dann will ich nix gesagt haben.

[tags]Effjott Wagner, Gehirnschwurbel, Denkmissbrauch, Ungeheuer![/tags]

Splitterbrötchen (L)

Ist Frau von der Leyen echt? Oder ist das Meryl Streep, die für die Darstellung einer Ministerin einen Academy Award gewinnen will?

Welcher fehlgeleitete Berater sorgt eigentlich dafür, dass Johann Lafer sich optisch und vor allen Dingen mimisch mehr und mehr dem Räuber Hotzenplotz annähert?

Manchmal hilft es, Dinge konsequent bis zum Ende durchzudenken. Wenn – wie jetzt viele Lautsprecher Politiker vorschlagen – der Bundespräsident vom Volk gewählt werden sollte… welche Partei würde zuerst versuchen, Dieter Bohlen aufzustellen?

Soso, Köche werden also zu Popstars… wie lange wird es noch dauern, bis einer dieser angehenden Popstars auf die Idee kommt, die Amy-Winhehouse-Rolle zu besetzen? Das Kunststück, dass JBK in seiner Kochsendung gelungen ist: nicht allzusehr zu stören.

Wenn all die Leute, die lautstark und öffentlich die Schließung von Radio Multikulti beklagen, diesen Sender auch nur einmal eingeschaltet hätten, würde man ihn wohl nicht schließen. Vergleicht man die massenhafte Begeisterung, die hierzustadts ein Ereignis wie der Karneval der Kulturen der Welt auslöst, mit den Multikulti-Quoten, muss man sagen: Klassenziel deutlich verfehlt.

[tags] Pseudoweisheiten, Tiefsinn, Wichtigtuerei[/tags]

Anno Dazumal

Meine lieben, kurz vor Turnierbeginn erstaunlich dünnhäutigen italienischen Freunde,

was muss ich da heute im Tagesspiegel lesen? Ihr habt was gegen die Mediamarkt-Spots, in denen Olli Dittrich einen Italiener spielt? Aber warum denn nur?

Dieser „Toni“ ist das Abziehbild eines Italieners: braun gebrannt, Sonnenbrille, Goldkettchen, brusthaarig wie ein Braunbär. „Toni“ wird gespielt vom Comedian Olli Dittrich für die aktuelle Werbung der Elektronik-Kette Media Markt. Die angeblich größten Unterschiede zwischen Deutschen und Italienern bringt „Toni“ in einem einzigen Spruch unter: „Die Deutsche kaufe Lappetoppe, die Italiener kaufe Schiedsrichter.“ Das war zu viel. Mehrere italienische Zeitungen schimpften über die Werbung, die in Italien selbst nicht läuft. „Wenn es darum geht, den typischen Italiener darzustellen, benutzen die Deutschen Stereotype von anno dazumal!“, stellt die „Repubblica“ fest.

Achso, weil es ein Klischee von anno dazumal ist. Wann war noch mal dieser Calcio-Skandal, als Juventus Turin reihenweise Schiris gekauft hat und deswegen in die zweite Liga versetzt wurde? Das war doch 2006, wenn ich mich nicht irre. Dann hat die Squadra Azurra ja ihren letzten WM-Titel auch anno dazumal gewonnen. Hätte ich nicht gedacht, dass das schon so lange her ist. Schön, dass wir das geklärt haben.

Tschö, der Chris

[tags] Fußball, EM, Italien, Denkschwurbel, Ungeheuer![/tags]

Postler’s Paradise

Also wirklich, liebe Leute von der Post,

das könnt ausgerechnet Ihr nicht bringen, mir einfach so eine Karte mit einer solchen Selbstbeschreibung in den Kasten zu werfen. Ganz ohne Vorwarnung.

Das Postparadies
Ich wär ja beinahe vor Lachen erstickt.

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The SPOn is not enough

Mensch, SPIEGEL Online,

das Leben ist schon ein Scheißstress, einen Artikel nach dem anderen muss man raushauen, da weiß das Hirn manchmal nicht mehr, was die Hände so schreiben und dann kommt sowas dabei raus:

Die Kurzgeschichtensammlung „Octopussy“ (erschienen 1966) versammelte die bisher letzten Bond-Abenteuer aus der Feder seines Erfinders Ian Fleming, der 1964 gestorben war. Viele Autoren versuchten sich in den folgenden Jahrzehnten an Weiterführungen, „Devil May Care“ ist jedoch der erste offizielle Folgeband in der Reihe der Agententhriller.

Wenn man nur 5 Sekunden Zeit gehabt hätte, hätte man ja mal bei Fa. Google „James Bond Novels“ eingeben können. Oder einfach gleich auf den entsprechenden Wikipedia-Eintrag gehen. Und herausfinden, dass „Devil May Care“ nicht der erste offizielle Folgeband ist. Sondern der zweiundzwanzigste. Wenn man die neueren „Romane nach dem Film“ NICHT mitrechnet.

[tags] Bond, Romane, faule SPOn-Säcke, Qualitätsjournalismus, Ungeheuer![/tags]