Wie der Abiturschnitt war, wurde auf Twitter gefragt, und ich antwortete – schlagfertig, wie ich nun mal bin – dass ich einen guten Abiturschnitt hatte, vom Herrenfriseur Schindewolf in der Friedrich-Wilhelm-Straße.
Wer sich – aus welchen Gründen auch immer, Hochmut, Abscheu, you name it – weigert, zu verstehen, wie sein Gegner denkt, wird verlieren.
Ich frage mich seit Tagen, warum mich dieses würdelose 0:6 dermaßen kalt lässt. Vor wenigen Jahren wäre ich bei so einem Debakel noch die Wände hochgegangen. Momentan denke ich, dass es an der derzeitigen Spielergeneration liegt. Solange in der Nationalmannschaft Männer spielen, die Niederlagen persönlich nehmen – die Teilnehmer des Jahrhundertspiels ärgern sich z. T. noch jetzt, fünfzig Jahre später, über die Niederlage – und sich daher mit aller Kraft gegen das Verlieren stemmen, ärgere ich mich ebenfalls. Aber wenn Spieler auflaufen, denen es wichtiger zu sein scheint, sich nicht zu verletzen als zu gewinnen, und die die daraus folgenden Niederlagen einfach ablegen wie einen dreckigen Bademantel (es gibt natürlich Ausnahmen, Kimmich zum Beispiel), dann bin ich auch wenig berührt.

Am Freitag poppten in meiner Corona-Warn-App satte 8 Risiko-Begegnungen (alle geringes Risiko) auf, bei der besten, geduldigsten Gemahlin von allen geschah das gleiche. Wir rätseln seitdem, wann wir wo gemeinsam an welchem Infektions-Cluster vorbeigelaufen sein könnten, bis zur Stunde ohne Ergebnis.
Dorothy-Parker sind so viele Zitat-würdige Sätze eingefallen, dass man immer wieder welche vergisst. Gestern wurde ich an eine ihrer schönsten Boshaftigkeiten erinnert. „This is not a novel to be tossed aside lightly. It should be thrown with great force.“
Das mit dem Abiturschnitt von Herrn Schindewolf war übrigens – weil ich der Pointe nicht widerstehen konnte – gelogen. Zwischen 1974 und 1978 war ich überhaupt nicht beim Friseur. Als ich mich dann – um des Theaters willen – von meiner „freak flag“ getrennt hatte, habe ich mich wochenlang wie ein Verräter gefühlt.
Kulinarischer Wochenhöhepunkt waren selbstgeklöppelte Krautshäuptchen mit Kartoffeln und Senfsauce
Den Runner-Up haben wir uns vom „Miteinander“ im Südwestkorso bringen lassen, Old-School-mäßig zubereitete Garnelen in Knoblauchöl. Wunderbar.
Selbstportrait beim Erstellen eines Selbstportraits.
Der kulinarische Wochenhöhepunkt: mein erstes Flank-Steak, begleitet von Feldsalat und Sellerie-Püree. Das gibt’s ab sofort öfter.
…die von der geschickt-filigranen Hand der besten, geduldigsten Gemahlin von allen filetiert so auf meinem Teller landete:
Kultureller Wochenhöhepunkt war die „The Crown“-Folge „Mondstaub“ (III/7), die mit schöner Ironie schilderte, wie die Mondmission der Apollo 11 den Duke of Edinburgh in eine Midlife Crisis stürzte, die sich aufzulösen begann, als die drei Astronauten sich beim Meet-and-Greet im Buckingham-Palace als ungehobelte Holzköpfe erwiesen.
Nur drei Worte, aber sie erzählen eine lange, traurige Geschichte.
Ich hoffe inständig, dass das „
Nach langer, langer Zeit mal wieder bei „Tony Roma’s“ gewesen, und leider nicht ganz so zufrieden gewesen wie früher. Zwar waren meine Baby Backs köstlich wie immer
Daher konnte ich gesamtkompositorisch mit einer ohne viel Firlefanz
Bayreuth ist eine sehr angenehme Stadt. Außen und innen.
Sensationelles Kalbsbries im „
Nuja, am Freitagabend hatte die beste, geduldigste Gemahlin von allen in die
Friseure bleiben Friseure, auch wenn sie in die Gesundheitsbranche wechseln.
Für den kulinarischen Wochenhöhepunkt sorgte mal wieder das