Splitterbrötchen (DCXIV)

„Wenn jemand zu dir sagt: ‚Du bekommst meinen Porsche Targa, wenn du mit deiner Horex schneller von Dortmund nach Essen fährst als ich‘ – würdest du das nicht machen?“

Immer wenn man denkt, dass mit Stephen King nichts mehr los ist, haut er doch noch einen Ober-Kracher raus.  „Der Outsider“ ist wirklich mörderspannend.

„Ihr Freund ist ein glasharter Katatoniker.“ – „Ja, aber als Fahrer ist er noch besser.“

Diese Woche ist es mir erstmals gelungen, ein bestimmtes Obst zu kaufen, ohne reflexhaft Helmut Kohl zu assoziieren.

„Wenn wir ab jetzt einen Schnitt von 140 Stundenkilometern fahren, holen wir den Volvo noch vor Marseille ein.“

Ernsthaft? Irgendjemand glaubt, sich aufregen zu müssen, weil auf einem Buffet bei der Islam-Konferenz ein paar Stücke Blutwurst lagen? Sind Weltreligionen so einfach aus dem Takt zu bringen? Hätte George Bush Sr. während seiner Amtszeit die Atomraketen steigen lassen, wenn in Moskau neben den Blinis auch Brokkoli auf dem Buffet gelegen hätte?

Kulinarischer Wochenhöhepunkt: Selbstgeklöppeltes Entenragout zu Penne. Schlug das beleidigungsfreie Buffet beim Britzer Billig-Chinesen um Längen.

Apropos Bush sr.: SpOn veröffentlichte einen Nachruf, in dem von einem „stillen Staatsmann“ mit „Courage und Demut“ die Rede war. Man kann’s mit dem „nihil nisi bene“ auch übertreiben.

„Das einzige, was uns jetzt noch bleibt, ist Stoff geben, bis der Motor kotzt.“

Der kulturelle Wochenhöhepunkt ergibt sich aus den zitierten Perlen der Dialogkunst.  „Theo“ lief gestern im WDR. Warum nur werden keine Filme mehr gedreht, in denen Figuren mit Namen wie „Doppel-Dieter“ vorkommen? 

Mein Video der Woche. Einfach nur schön.

Splitterbrötchen (DCXIII)

Immer, wenn sich jemand für unfehlbar hält, beginnt eine Katastrophe.

Die Hauptursache für den Erfolg der Fa. amazon liegt im Totalversagen vieler Mitbewerber. Beispiel gefällig? Unser ca. 5 Jahre alter AEG-Staubsauger benötigte letzte Woche eine neue Bodendüse. Im Ersatzteil-Shop von AEG gab ich Modellbezeichnung und Produktnummer ein. Als einzig lieferbare Ersatzteile für dieses Modell bzw. diese Produktnummer bot AEG mir Schubladen für Gefrierschränke an. Fa. amazon brachte sofort eine Auswahl passender Bodendüsen auf den Schirm.

Der Vollpfosten der Woche ist Herr Brückner vom Eigentümerverband „Haus & Grund“, der im Tagesspiegel meinte, dass wir uns davon verabschieden müssen, „dass Berlin für alle bezahlbar bleibt“. Städte, die junge Menschen mit wenig Geld und vielen Ideen abweisen, werden sehr schnell veröden. Von arrivierten Kotzbrocken ist in Sachen Innovation nämlich nichts zu erwarten, nicht wahr, Herr Brückner?

Merkwürdig, dass es einer einsamen Gans regelmäßig gelingt, aus dem Ofen heraus eine Wohnung derart zu aromatisieren, dass sofort weihnachtliche Gefühle aufkommen.

Womit das mit dem kulinarischen Wochenhöhepunkt auch geklärt wäre.

Der DFB will eine Fußball-Walhalla Fußballhalla „Hall of Fame“ einrichten und hat dafür eine „beste Nationalelf aller Zeiten“ wählen lassen, die aus
Maier, Brehme, Beckenbauer, Breitner, Fritz Walter, Sammer, Matthäus, Netzer, Müller, Seeler und Rahn. Bis auf Fritz Walter und Helmut Rahn habe ich alle anderen Erwählten spielen sehen und widerspreche vehement auf 3 Spieler-Positionen:
1. Neuer statt Maier – Sicherlich war und ist Maier auf der Linie der beste Torhüter aller Zeiten. Seine Reflexe und Reaktionen sind legendär, allein, wie er im Finale den aus kürzester Distanz den hart geschossenen Ball von Neeskens fing und festhielt(!) – unvergesslich. In der Strafraumbeherrschung war Maier jedoch eher ein Risiko-Faktor. Das beste, revolutionärste Spiel eines deutschen Torhüters haben wir 2014 im Achtelfinale gegen Algerien gesehen. Neuer ist der beste, Punkt.
2. Der beste deutsche Verteidiger war, ist und bleibt Philipp Lahm. Tut mir leid für Brehme oder Breitner, aber Philipp war defensiv und offensiv stärker als beide zusammen.
3. Miro Klose. 4 Weltmeisterschaften, der WM-Tor-Rekord und der Mann ist nicht in der besten Elf aller Zeiten? Kann nicht sein. Gegen den können weder Seeler noch Rahn anstinken. 
Schließlich könnte man noch darüber diskutieren, ob Overath nicht doch stärker als Sammer war. Aber ich will nicht kleinlich sein.

Kovacs ist natürlich vollkommen unschuldig an der miserablen Figur, die der FC Bayern derzeit abgibt. Wurst-Uli und FindenSienichtauch-Kalle müssen sich an die eigene Nase fassen, dass sie vor einem Jahr umstandslos einem Welt-Trainer Ancelotti die Schuld an der damaligen Misere gaben und sich freuten, dass der liebe Jupp bereit war, das Altherren-Idyll noch mal zu komplettieren.

Splitterbrötchen (DCXII)

Wer in die Politik geht, tut das aus zwei Gründen: Wille zur Macht und Showmanship. Überzeugungen sind optional.

Konservative Jung-Politiker aus Hessen machten diese Woche  Schlagzeilen, weil sie auf Berlin-Besuch bei einem feuchtfröhlichen Abend einen Wehrmachts-Oldie gesungen haben. Auswendig, wie man dem Video entnehmen kann, sie singen dieses Lied wohl öfter. Eine Jugend, die, wenn sie provozieren will, auf textlich und musikalisch limitiertes Liedgut ihrer Großväter zurückgreifen muss, tut mir leid.

Eine Schöneberger Kantinenwirtin über ihren stets gesprächsbereiten Lebenspartner: „Wenn der mal stirbt, dann muss ich dem noch mit dem Spaten auf die Schnute geben, dass da endlich Ruhe ist.“

„Es ist mir wurscht“ auf französisch: „Ça la mi!“

T-Shirt-Idee; „Unterschätze niemals einen alten Mann, der T-Shirts mit sinnfreien Slogans trägt.“

Wer dennoch wegen seiner Überzeugungen in die Politik geht, dem werden sie in den ersten zwei Jahren Parteiarbeit abgewöhnt. Wer danach noch auf ihnen beharrt, wird in den Journalismus entsorgt, wo wirksamere Instrumente der Überzeugungsentsorgung eingesetzt werden. Die wenigen Menschen, die jetzt noch auf ihren Idealen bestehen, verdammen sich selbst zu absoluter Wirkungslosigkeit, in dem sie zum Kabarett gehen.

Splitterbrötchen (DCXI)

Dummheit ist die Unfähigkeit zu erkennen, dass man sich geirrt hat.

Kulinarischer Wochenhöhepunkt: Sensationelle Roulade vom Büffel im endgültig höchstgeschätzten Restaurant Hermanns in Jüterbog. Man hat sich dort durch hervorragende fein gemachte bürgerliche Küche und einen außergewöhnlich kenntnisreichen Service (infame Methoden!) endgültig in mein verfressenes Herz geschlichen.

Der Runner-Up (Eigenlob muss auch mal sein): Meine selbstgeklöppelte Geburtstags-Lasagne. Ganz klassisch mit Bechamel, vereinfachter Bolo, Mozzarella und geriebenem Parmesan.

Wer den Diskurs verweigert, schwächt die eigene Position und stärkt die des Gegners.

Beim Arzt musste ich zum dritten Mal in diesem Jahr die gleiche Datenschutz-Erklärung ausfüllen. Die Liste der Ärzte. mit denen meine Daten geteilt werden drüfen (neben meiner Hausärztin noch Dr. Mabuse, Dr. Jekyll und Prof. Zamorra) wurde widerspruchslos zur Kenntnis genommen. Sicher ist sicher!

Gerade in den „social media“ halten viele Menschen ganz selbstverständlich Gruppendruck für ein legitimes Mittel der politischen Meinungs- und Willenbildung. Im Prinzip muss man ja nur 5 Sekunden lang nachdenken, um zu erkennen, dass das nicht der Fall ist. Aber wer hat schon soviel Zeit, heutzutage.

Unvermutet ertauchte ich in der aktuellen Spannungslektüre („Mission – Spiel auf Zeit“ von Preston/Child) eine Perle der Weisheit: „Patriotismus ist der letzte Zufluchtsort des Halunken.“

Splitterbrötchen (DCX)

Einmal im Jahr wird der Titel meines Reise-und Fress-Blogs geändert. Heute war’s mal wieder so weit, das Ding heißt jetzt: „In 62 Jahren um die Welt„.

Immer, wenn man denkt „Schmerzfreier geht’s nun wirklich nicht mehr“, fällt der BILD noch etwas ein. Wie meldete man dort den Tod von Ingo Insterburg? „Er war mit Karl Dall in einer Band.“

Die Fake News der Woche kreierte einmal nicht Donald Trump sondern eine junge Frau in der Berliner U-Bahn, die „Mein Handy ist aus.“ in ihr Smartphone sprach.

Im Bereich des zündenden Wortwitzes, sonst eigentlich meine Domäne, musste ich mich diese Woche der besten, geduldigsten Gemahlin von allen geschlagen geben. Im Fernsehen war unversehens eine SPD-Politikerin namens Nancy Faeser aufgetaucht. Während ich noch bräsig „Mit dem Namen müsste man doch was machen können…“ dachte, triumphierte meine liebe Frau bereits mit „Faeser auf Betäubung!“. Chapeau!

Manchmal sieht man Dinge, die man im Nachhinein lieber nicht gesehen hätte.

Kulinarischer Wochenhöhepunkt war eine unfotografierte, simple Beilage: ohne Firlefanz 15 Minuten langsam in Olivenöl gebratene Zucchini mit Zwiebeln und Thymian. Eine große Delikatesse, weil sie langsam richtig weich gebraten worden war und so ihren vollen Geschmack entfalten konnten. Eine der größten Küchen-Idiotien ist „knackiges“ Gemüse. Gemüse, das knackig – also halbroh – ist, schmeckt pfeilgerade nach gar nix, bestenfalls nach „grün“. Wie jedes Gar(!)gut braucht auch Gemüse Zeit, um seine Aromen zu entfalten und sich mit den beigegebenen Zutaten und Gewürzen geschmacklich zu entwickeln. „Knackiges“ Gemüse ist die Verleugnung der Kochkultur.

Eine am Eschweger Straßenrand aufgenommene Szene, die Fragen aufwirft: Wer wurde hier von wem in die Tonne gesperrt? Warum musste das Ordnungsamt die Freilassung genehmigen? Warum wurde umständlich ein Schild aufgehängt, anstatt einfach den Tonnendeckel zu öffnen und der armen Seele die Freiheit zu schenken?

Gesellschaftlicher Wochenhöhepunkt: Herrliches Treffen mit anderen Ex-Qypern in der Moabiter Markthalle. War das eine Freude, mal wieder mit Vilmoskörte, Liesl (Afra Evenaar) und Mosomasa zu plaudern! Keins der aktuellen Bewertungsportale hat den Charme, die Informationsdichte und die Meinungsstärke, die Qype damals hatte. 

Splitterbrötchen (DCIX)

Was die Auseinandersetzung mit Menschen, die einer Ideologie angehören, so anstrengend macht: die ständigen Wiederholungen. Ideologen nutzen jede Möglichkeit, auf „bewährte“ Argumente und Argumentationsketten zu rekurrieren. Es findet kein Austausch statt, der Gesprächspartner ist nur noch Stichwortgeber. 

Kulinarischer Wochenhöhepunkt: Pizza Piera (mit Gorgonzola und Speck) Bei „Peppino e Basta“ in Schöneberg. Dort steht das ehemalige Pizza-Genie von Marcello am mit Holz befeuerten Steinofen und backt die beste Pizza Berlins. Ja. Die beste.

Ein außerordentlich instruktives Gespräch führte ich mit einer Vodafone-Cold-Callerin, die mich bei Aldi kurz vor der Kasse erwischte. Ich teilte der Dame mit, dass ich mich durch ihren Anruf gestört fühlte, weil ich gerade mit anderen Dingen befasst sei. „Das kann ich doch nicht wissen!“ blaffte sie mich daraufhin an. Dem Berufsstand scheint es an Problembewusstsein zu mangeln.

Genau, Herr John, Behörden und Hochschulen gehören auch aufs Land. Wenn erstmal die FU in Frieda und das Innenministerium in Grandenborn steht, geht‘s aufwwärts mit Nordhessen!

Splitterbrötchen (DCVIII)

Im Perlentaucher vom Montag las ich von Videoclips, die „Spaß durch Empowerment“ versprechen. Ich kann mir nicht helfen, für mich klingt das wie eine Drohung.

Man darf die Wirkungsmacht von Andrea Nahles nicht unterschätzen. Kaum hatte sie – instinktsicher wie immer – die Eröffnung des parlamentarischen „Arbeitskreis Pferd“ auf die Schiene gesetzt, tauchte im „Nah und Gut“ in der Cranachstraße Pferdesalbe im Regal auf.

In der Nach von Freitag auf Samstag war in Friedenau der Strom ausgefallen. Als ich währenddessen aufs Klo musste, ist es mir gelungen, mich im stockdunklen Flur zu verirren. Die Badezimmertür ist von der Schlafzimmertür 1 Meter entfernt. Stockdunkel ist wirklich sehr dunkel.

Einen neuen Wasserfilter angeschafft, der außergewöhnlich preiswert war, aber dafür vermutlich das optisch vergurkteste Küchengerät des Jahrhunderts ist. Das Design haben sie in Taiwan wohl den sehbehinderten Praktikanten machen lassen.

Der FC Bayern München war, ist und bleibt der besonderste Verein der Welt. Welcher andere Verein hat denn eine sportliche Führung, die keine Sekunde lang zögert, sich als arrogant, abgehoben und eitel darzustellen, nur um ein wenig Druck von Mannschaft und Trainer zu nehmen?

Kulinarischer Wochenhöhepunkt war ein wunderbarer Rinderschmorbraten bei wunderbar kochenden Freunden. Da ich noch nicht ganz so schmerzfrei bin wie die Führungselite des FCB, habe ich dort meinen Teller nicht fotografiert. Daher hier ein Bild des Runner-Up…

sehr gutes Risotto mit Salsiccia und Pilzen im Spiga d’Oro am Breslauer Platz.

Splitterbrötchen (DCVII)

Das Wort der Woche, das jetzt schon Top-Favorit für das Wort des Jahres ist, fand ich bei ZEIT Online: Hashtag-Emanzipation. 

Dreister Betrugsversuch: Diese Dame ist definitiv NICHT Beethoven.

Dass die CSU sich in den Meinungsumfragen bei 30 Prozent befindet, ist keine Sensation. Eine Partei, die in einer parlamentarischen Demokratie jahrzehntelang absolute Mehrheiten abonniert hatte, war die Sensation. War, Gottseidank.

Gedankliche Fehlleistung beim Lesen des Wortes „Haarverdichtung“ im Schaufenster eines Frisiersalons. Ein Weilchen lang dachte ich, dass damit ein misslungenes Gedicht mit Friseur-Thema gemeint wäre.

Es gibt kein Recht auf keinen Gegenwind.

Kulinarischer Wochenhöhepunkt: Sehr, sehr gute Fischplatte in der Weinwirtschaft in Potsdam.

Aussterbendes Wort: „Bumslokal“. Ich frage mich, ob das daran liegt, dass das Wort „Bumslokal“ politisch unkorrekt ist. Oder daran, dass es immer weniger Bumslokale gibt.

Sieht in natura noch schöner aus: die farbig bestrickte Friedenauer Brücke.

Und mal wieder ein Jubiläum verpasst. Im September war es exaktemang 40 Jahre her, dass ich einen gemieteten Kleinlaster mit meinen Habseligkeiten über die Berliner Stadtgrenze steuerte, in der Hoffnung, hier eine neue Heimat zu finden. Das ist gelungen, denke ich.

 

 

Splitterbrötchen (DCVI)

Diese Woche erstmals gesichtet: der gute Geist von Friedenau.

Wenn in einem Theaterstück die Regieanweisung „Blackout“ oder „Dunkel“ steht, darf man das Licht niemals ganz aus machen. Ein wenig Rest-Licht muss immer da sein, damit die Schauspieler beim Abgehen nicht übereinander stolpern. Das ist das Tröstliche am Theater: Es wird niemals ganz dunkel.

Schlimm, was anderenorts (hier: Nürnberg) für bittere Not herrscht.

Marty Balin ist gegangen. Die ganze Woche quoll Westcoast aus den Boxen. Zeitgeist. Lebensgefühl. The best of times, the worst of times…

Verstörende Headline in der Stadtteilzeitung: „Friedrich-Wilhelm-Platz neu gedacht“. Kann man Plätze denken? Oder sagt man jetzt dachen statt überdachen? Und wofür soll ein Dach über dem Friedrich-Wilhelm-Platz überhaupt gut sein?

Kulinarischer Wochenhöhepunkt: Wunderbar zartes, saftiges Herz mit sanftem Sauerkraut im Nürnberger „Bratwursthäusle„.

Formulierung der Woche: „zutreffend geringes Vertrauen in die Kraft der eigenen Gedanken“. (Thomas Fischer)

Fa. Aldi? Was – bitte – soll das sein, eine „Wohnexpertin“? 

Als Zugabe noch diese ganz fantastische Airplane-Live-Version von „Wooden Ships“, das man ja eigentlich nur von CSN kennt. Ach, Kantner ist ja auch schon tot. Scheiße.

https://youtu.be/RZiMHO8zO5U

Splitterbrötchen (DCV)

In etwa zeitgleich habe ich zum ersten Mal (echt!) einen Bushido-Song gehört und erfahren, dass man in der Szene mutmaßt, er würde jemand anders fürs Reimen bezahlen. Halte ich für sehr unwahrscheinlich. So doof kann selbst Bushido nicht sein, dass er für ein derart haltloses Gestammel bezahlt.

Kulinarischer Wochenhöhepunkt: Selbstgeklöppelter Pulpo, in Knoblauch gebraten.

Diese Woche hat die Kolumne von Jan Fleischhauer („Weint Angela Merkel heimlich?“) an Idiotie sogar den jüngsten AfD-Vorschlag (anonymes Beschwerdeportal für Schüler) übertroffen, Keine kleine Leistung!

In irgendeiner Jamie-Oliver-Kochsendung auf ein interessantes Dessert gestoßen: Vanilleeiskugel mit heißem Espresso übergießen, Schokosauce drüber und mit reichlich frisch geriebenen Walnüssen bestreuen. Sah gut aus, sollte ebenso schmecken.

Am Freitag  las ich „Verkehrsbehinderungen wegen einer Veranstaltung in der City“ in der BVG-App. Das wird Erdogan nicht gefallen, dass man ihn als „Veranstaltung in der City“ bezeichnet.

Die anhaltenden GroKo-Krisen zeugen nicht von irgendwelchen Macht-Erosionen, sondern davon, dass die Generation der Regierungspolitiker immer noch nicht verstanden hat, wie sehr das Internet unsere Gesellschaft und die Politik verändert hat. Dass durch die Recherche- und Austauschmöglichkeiten des Netzes eine riesige Echo-Kammer mit vielfältigem Zugriff auf Informationen entstanden ist, die Hinterzimmer-Mauscheleien mit anschließendem Grasdrüberwachsenlassen faktisch unmöglich macht. 

Das neue Willie-Nelson-Album „My Way“ ist da. Grandioser geht’s nicht. Sinatra kann einpacken.