Meine Versicherung hat mir eine Mail mit dem Betreff „Nachlassplanung: Jetzt Klarheit für die Zukunft schaffen“ geschickt. Sollte ich mir Sorgen machen?
Obwohl ich mit seiner Partei nichts am Hut hatte und habe, hab ich Herrn Ströbele immer als Direktkandidaten gewählt, solange ich in seinem Wahlkreis gewohnt habe. Der hat sich wirklich um die Bürger gekümmert und ihre Interessen vertreten. Gefühlt jedes Mal, wenn ich sonnabends in die Marheinekehalle zum Einkaufen gegangen bin, stand da der Ströbele und hat die Leute gefragt, wie’s ihnen geht. Ein vorbildlicher Abgeordneter, solche Leute fehlen.
Das Konzept der Woche:

In Sachen Kopfhörer weiß ich mich mit Peter Breuer einig:

So langsam müssen Frau Baerbock und Herr Habeck liefern. Haltungspunkte werden nur von der wohlwollenden Presse und den Fans auf Twitter verteilt. Die Mehrheit der Menschen möchte eine Verbesserung der Situation.

Wer bei Duolingo einen „Dr.“ im Usernamen hat, hat’s wohl nötig.
BREAKING: Wie gewöhnlich gut unterrichtete Kreise in Erfahrung gebracht haben wollen, hat ein Booking.com-User namens „Brazzo_der_Checker“ für drei Wochen die Präsidentensuite eines bekannten Luxushotels am Tegernsee gebucht. Für den gleichen Zeitraum wurde in einer nahegelegenen Kurklinik eine Frischzellenkur für einen Patienten namens „Jupp Machts“ gebucht.
Die Weisheit der Woche prägte ein kenntnisreicher, lebenserfahrener Fleischermeister aus Kiel: „Von den leichten Landweinen ist mir der Cognac doch am liebsten“
Jeder Gefängniswärter kann einem in wenigen Sätzen erklären, wie eine Zelle funktioniert. Und Biologen forschen da jahrzehntelang dran rum? Ernsthaft?
Es gibt übrigens keinen Grund, „Imam Bayildi“ nicht mit Käse zu überbacken. Für Sie getestet.
Seit wann ist es eigentlich üblich, eigentlich eindeutige Begriffe in Nebelkerzen zu verwandeln? Nehmen wir die Bezeichnung „Strompreisbörse“. Man sollte doch meinen, dass das ein Handelsplatz ist, an dem – wie an einer Börse eben üblich – der Strompreis durch Angebot und Nachfrage ermittelt wird. Das dachte auch ich, bis ich diese Woche erst staunenden, dann hervorquellenden Auges las, dass dort ein sogenanntes „Merit-Order-System“ verwendet wird, dass dafür sorgt, dass der Strompreis sich am teuersten Anbieter orientiert. Mit „Börse“ hat das derzeit nichts mehr zu tun, sondern allein mit Profitmaximierung. Vielleicht sollte jemand mal den Wirtschaftsminister (s.o.) auf diesen Missstand aufmerksam machen.
Da wir die Woche auf einer Fortbildung am Wannsee verbracht haben, haben wir abends ein paar mal auf der Terrasse vom „

Egal wie, der Runner-Up MUSS diese Woche erwähnt werden, weil er in jeder anderen Woche mühelos triumphiert hätte: die „Boudin noir“ mit Äpfeln und Kartoffelstampf im 
Kulinarischer Wochenhöhepunkt war eine Pizza mit scharfer Salami, Artischocken und Gorgonzola im „
In einer idealen Welt sind es nicht Emotionen, sondern Argumente, die Menschen überzeugen. Wir leben sonstwo, aber nicht in einer idealen Welt.
Der kulinarische Wochenhöhepunkt war selbstgeklöppelt: Schwarze Nudeln, Seeteufel, Safransauce. Kann man.
Bier. Freude.
Die unfassbare Erfolgssaga geht weiter: 1,5 Millionen kritischer User sind vor Begeisterung ausgerastet, als sie mein Käsestullenfoto auf Google Maps angesehen haben. Über meiner Käsestulle ist nur der Himmel!
Kulinarischer Wochenhöhepunkt war eine Meisterleistung in Understatement: Als „Fischsemmerl“ steht diese Vorspeise auf der Speisekarte des
Thema Wahlrecht für Kinder und Jugendliche: Hätte ich vor meinem 18. Geburtstag wählen dürfen, hätte ich sicherlich die Wahlentscheidung getroffen, die meinen Vater maximal geärgert hätte. Mit demokratischer Willensbildung hätte das wirklich nichts zu tun gehabt.
Obwohl ich ihn bisher nur als Ergänzungsrebsorte eingeordnet hatte, mit der schwäbische Profitrinker (vergeblich) versuchen, ihr merkwürdiges Trollinger-Gewächs irgendwie näher an eine gewisse Trinkbarkeit zu rücken. Aber dieses Jahr in Podersdorf gehörte dem Blaufränkisch …
… und härteren Getränken, wie sie in der Mosquito Bar vom Seehotel Herlinde gereicht werden, wo wir unseren Nightcap zu nehmen pflegten…
… nachdem wir verzauberte Abende am Podersdorfer Strand erlebt hatten. Für dramatische Abendstimmungen ist der Neusiedler See bekanntermaßen immer gut.
Wie man an der Reling sieht, hab ich diese an Bord aufgenommen, während einer „Sonnenuntergangsfahrt mit Weinverkostung“, einem Fixpunkt unserer Podersdorfer Urlaube.
Kapitän Knoll von der „Knoll Schifffahrt“ schippert bei diesen Fahrten 2 Winzer und einen Haufen durstiger Urlauber durchs Schlammloch auf den Sonnenuntergang zu, der meist pünktlich nach der Verkostung des fünften Weins erfolgt. Da die Winzer die Proben großzügig einschenken, können wir bestätigen, dass jede dieser Seefahrten ausgesprochen lustig ist. Wenn besagter fünfter Wein das Glas verlassen hat, schlägt die Stunde der besten, geduldigsten Gehmalin von allen, denn dann fotografiert sie den Sonnenuntergang, und ich fotografiere sie…
… für meine mega-erfolgreiche Fotoserie: „Die geduldigste Gemahlin von allen fotografiert Dinge“.
Hier vereint sie Sonnenuntergang, Leuchtturm, Mole und die Terrasse der Sunset-Bar zu einem meisterhaften Stimmungsbild, gegen das mein Foto des gleichen Motivs …
… natürlich total abstinkt, weil Kapitän Knoll sein Arbeitsgerät noch ins Bild gedrängelt hatte. Derweil eilte die beste, geduldigste Gemahlin zu weiteren fotografischen Triumphen und…
… fotografierte den Leuchtturm Pik-Solo. Da muss man erstmal drauf kommen! Ich habe mich dann auf …
… idyllische Blumenwiesen verlegt, doch ich fürchte, man merkt diesem Bild mein komplettes Desinteresse an der Botanik stark an.
Die Podersdorfer Weinstuben von außen gelangen schon besser, und bei einer Weinprobe im
Unter Zuhilfenahme äußerster Geistesgegenwart ist es mir gelungen, eine Beerenauslese zu fotografieren, bevor ich sie ausgetrunken hatte. Bei solchen Motiven kommt es auf die Tausendstelsekunde an. Alles war gut in Podersdorf in diesem Jahr, alles war schön.
Sogar das Fernsehprogramm war aufregender als Zuhause. Auch wenn wir dieses Jahr so lange geblieben sind, dass die Grenze zwischen „Ferien machen“ und „Wohnen“ zu verschwimmen begann, irgendwann mussten wir uns schweren Herzens von den Podersdorfer Freunden verabschieden, die Koffer packen, den letzten Blaufränkisch trinken und den letzten Sonnenuntergang fotografieren.
Ich freu mich schon so auf den Podersdorfer Wein des Jahres 2023.
… eine Terrine von roter Bete mit Rehfilets. Dass das Teilen ein Fehler war, haben wir sofort eingesehen, wir hätten beide lieber die ganze Portion verdrückt. Deshalb gab’s beim zweiten Besuch für jeden eine eigene Vorspeise.
Bei mir war das ein kräftiges „Konblauchpannacotta mit Graubrot-Chip“.
Und beim dritten Besuch kehrte ich zu einer lieben, alten Bekannten zurück, der Fischsuppe mit Paprika. Bei den Hauptgängen lag, wie immer in diesem Lokal, die Raffinesse in der scheinbaren Einfachheit.
Beim ersten Besuch genoss ich eine in jeder Hinsicht perfekte, rosa gebratene Entenbrust auf aromatischer Gemüsesauce und gebratenen Kartoffeln
Beim zweiten Mal folgte ich der Tagesempfehlung, tatsächlich, weil mich die angekündigte Beilage neugierig gemacht hatte: gebratener Hecht mit gegrilltem(!) Eisbergsalat, und die Beilage hätte dem tadellos gebratenem Hecht beinahe die Schau gestohlen. Durch die hohe Grillhitze hatte der Eisberg ein überraschend deutliches, delikates Aroma bekommen, was ganz ausgezeichnet mit dem darüber und hineingekleckerten, knoblauchlastigen Pesto harmonierte.
Beim dritten Mal, unserem diesjährigen Abschiedsessen ließ ich mir eine Lammhüfte auf Gemüsesauce mit Polenta kommen. Wieder war küchentechnische Perfektion zu bewundern. Besser, zarter kann man eine Lammhüfte nicht hinbekommen, die Polentaschnitten waren perfekt gebraten und eigneten sich wunderbar zum Aufmoppen der herrlichen Sauce.
… Blauschimmelkäse mit einem Glas der hauseigenen Beerenauslese. Eine Traumkombination. Auch beim zweiten Besuch hatte ich keine Lust auf Süßes und bestellte den kleinen Käseteller…
… Gruyere, Brie, ein Rot- und ein Blauschimmel. Was mir Gelegenheit gab, die nächste Beerenauslese zu ordern. Beim dritten Mal wollte die beste, geduldigste Gemahlin von allen mich dazu bringen, schon wieder Käse zu bestellen, doch dazu war ich nach der Lammhüfte schon zu satt. Zitronensorbet in Frizzante…
… war genau richtig: fein, leicht, erfrischend und nicht zu süß.
Als ob’s schon Herbst wäre.
Kulinarischer Wochenhöhepunkt war eine überraschende Beilage, die beinahe einem saftig gebratenen Hecht die Schau gestohlen hätte: gegrillter, mit knoblauchlastigem Kräuterpesto bekleckerter Eisbergsalat. Durch die Hitze bekommt der üblicherweise vollkommen geschmacklose Eisberg tatsächlich ein angenehm nussiges Latticharoma.
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