Die Zeit vermeldete diese Woche ein Allzeit-Auflagenhoch. Offenbar gibt es ein riesiges Publikum für rassismuskritische Frühbildung in Groß-Flottbek.
Gestern fiel mir auf, dass jetzt ja irgendwie Olympische Sommerspiele hätten sein sollen oder gewesen sein sollen worden sein oder wie. Hat die irgendjemand vermisst? Ich jedenfalls nicht. Kaum zu glauben, dass das mal ein Sportereignis war, das mich wochenlang vor dem TV festhielt.
Wieso glauben Menschen, die sich politisch links verorten, ihre Ziele mit Humorlosigkeit, Besserwisserei und übergriffigem Moralisieren durchsetzen zu können? Sollte man nicht doch mal wieder versuchen, die Menschen für etwas zu begeistern?
Am Freitagabend voller Entzücken auf arte das 1981er Simon and Garfunkel-Konzert im Central Park angeschaut. Ein Jahr später haben sie den gleichen Set in der Waldbühne gespielt, da haben die beste, geduldigste Gemahlin von allen und ich vor Ort zugehört. Es hat Strippen geregnet, aber davon haben wir nichts gemerkt, was vor allen Dingen an der außerirdischen Stimme von Art Garfunkel lag. Mit diesem Tenor konnte er Menschen auf den Mond schießen. Ganz erstaunlich, wo das Fachblatt „Rolling Stone“ Garfunkel auf der Liste der „100 besten Sänger aller Zeiten“ platziert…
Das ist also Platz 86. Bob Dylan steht übrigens auf Platz 7. Ich sag dazu mal weiter nix.
Falls sich jemand wundert, warum die Mühlen der Justiz derzeit augenscheinlich viel zu langsam mahlen (Hildmann, NSU 2.0): Auch das ist der Preis, der für Wolfgang Schäubles schwarze Null zu zahlen ist. Wer Polizei und Justiz finanziell nicht so ausstattet, dass sie ihrer Arbeit nachgehen können, spart Rechtsradikalismus herbei.
Das ZEIT-geschichtlich wirklich Erstaunliche ist ja nicht, dass die ZEIT mit den durchgeknallten Sicherungen einer Kita-Leiterin Kasse macht, sondern dass man einen Journalisten beschäftigt, der den Lesern diesen ganzen Schmonzes ohne eine einzige kritische Nachfrage serviert.
Gesellschaftlicher und kulinarischer Wochenhöhepunkt fielen zusammen: Die Skatrunde spielte zum ersten Mal seit Februar(!) wieder in Bestbesetzung. In der Spielpause stärkte ich mich im
Kulinarischer Wochenhöhepunkt: ein wunderbares, wie immer perfekt gegrilltes Hüftsteak im
Was vom kulinarischen Wochenhöhepunkt übrig blieb.
Kulinarischer Wochenhöhepunkt war ein Drei-Gang, zu dem die beste, geduldigste Gemahlin von allen ins „
Runner-Up waren exzellente Matjes von der Ullrich-Fischtheke, dazu gab’s gebratenen Kohlrabi und Speckstippe.
Kulinarischer Wochenhöhepunkt: die Wiedereröffnung der Taverna Pigasos, unseres Gegenüber-Griechen. Wir feierten traditionell mit Knoblauchbrot, Gyros, Souvlaki und Ouzo aufs Haus. Yamas, Tolli!
Kulinarischer Wochenhöhepunkt waren sardische Gnocchi mit einer Sauce aus Avocado, Guanciale, Weißwein und Parmesan, ein herausragendes Pasta-Gericht, das uns liebe Freunde servierten. Da hab ich natürlich nicht fotografiert, dafür gibt’s den Runner-Up im Bild. Melanzani Parmigiana beim 
Über Eschwege ist nur der Himmel.
Große Sorge, dass meine Heimatstadt sich vorschnell der emanzipatorischen Moderne öffnet.
Wenn kaltes Bier das Herz erwärmt…
Kulinarischer Wochenhöhepunkt war ein Essen bei
Vermutlich der wildromantischste Ort Berlins: der Biergarten auf der Marienhöhe. Nicht zuletzt, weil man der wilden Romantik mit Urquell vom Fass auf die Sprünge helfen kann. Ja, Urquell, nach wie vor eins meiner Lieblingsbiere. Geht mir mit dem bitteren Craft-Zeugs weg, ich hatte noch keins im Glas, das mir wirklich geschmeckt hätte.