Ursula von der Leyen hat Griechenland als „europäischen Schild“ bezeichnet. Einen Schild verwendet man, um sich vor Angriffen zu schützen. Frau von der Leyen fühlt sich also durch Menschen angegriffen, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Europa kommen. Diese Frau sollte sich schämen. Aber ich fürchte, sie ist auch dazu nicht in der Lage.
Letzte Woche splitterte ich „Wenn dir jemand Angst einzujagen versucht, will er dich dazu bringen, gehorsam zu sein.“ zum Thema Corona-Virus. Diese Woche wurde die erste Sauerei entkorkt, die wir gehorsam abnicken sollen. Sie wollen an unsere Bewegungsdaten, tutti kompletti. Wer sich nur ein wenig mit der Materie auskennt (also nicht die Redaktion des Tagesspiegel), erkennt sofort, dass diese Daten für alles mögliche gut sind, aber nicht, um die Ausbreitung eines Virus einzudämmen.
Das Stilmittel der Ironie ist vom Aussterben bedroht. In den verkürzt geführten Debatten auf Twitter, Facebook und Co. werden ironische Statements des Gegners gern wörtlich genommen. Auf diese Weise kann man anstrengungslos und billig den eigenen Standpunkt untermauern. Dass der Widersacher, dass Gegenteil von dem gemeint hat, was man selbst behauptet, nimmt man in Kauf. Die logische Konsequenz wird sein, dass in Zukunft im öffentlichen Diskurs auf Ironie verzichtet werden wird. Unsere Sprache und unser Denken werden ärmer werden.
Teilt doch bitte etwas Neues mit, liebe Leute vom Tagesspiegel. Natürlich liegt auf der Rückseite des Mondes meterdick Staub, da hat doch noch nie jemand gewischt!
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